Brexit-Votum: Ist Berlin das neue London?

Mit dem Brexit-Votum haben die Briten eine der bedeutendsten Entscheidungen der letzten 30 Jahren nicht nur in der britischen, sondern auch in der europäischen Geschichte getroffen. Während das überraschende Ergebnis allerseits für Kritiken und Debatten sorgt, wird in den Medien immer wieder behauptet, daß diese unerwartete politische Wendung Berlin zum wichtigsten Startup-Hub Europas verwandeln könnte. Auch Florian Nöll, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutsche Startups, stimmt dieser Meinung zu: „Berlin wird der Gewinner und London der Verlierer sein.”

Wird sich Nölls Prognose verwirklichen? Ist Berlin inzwischen tatsächlich in der Lage, London langfristig abzuhängen und zum größten Startup-Hub Europas zu werden, quasi als Konsequenz des Brexit-Votum?

Die Chancen von Berlin im Vergleich

Um endlich festzustellen, wie Berlins Chancen gegen London stehen, haben die Experten von 99designs, dem weltweit größten Online-Markplatz für Grafikdesign, eine Infografik entworfen, in der die zwei Städte anhand aktueller Daten miteinander verglichen werden.

Brexit-Votum bring Berlin in Stellung
Brexit-Votum bring Berlin in Stellung

Die Daten sprechen für sich: Aktuell hat London mit 275.000 Startups noch das größte Startup-Ökosystem Europas. Außerdem hat die britische Hauptstadt die Nase vorn, was Internationalität angeht: 53% der Startup-Mitarbeiter und 49% der Kunden sind Ausländer.

Infolge des Brexit-Votums könnte es aber genau in diesen Bereichen zu starken Veränderungen kommen. Zum einen wird die Internationalität, von der die Londoner Startup-Szene aktuell lebt, in der Zukunft mit größeren Anstrengungen verbunden sein, da die Rekrutierung von internationalen Talenten durch das Abschaffen der Freizügigkeit für Arbeitnehmer verzwickter wird. Zum anderen ist vorauszusehen, dass das Ausfallen der europäischen Fördermittel und die Einführung von Zöllen im Handel mit der Europäischen Union viele junge Unternehmen und Entrepreneure verunsichern werden, da es gerade in der Frühphase für Startups wichtig ist, einen schnellen und unbürokratischen Zugang zum internationalen Markt zu haben und Kunden zu gewinnen. Daraus folgt, dass die Anzahl der neu gegründeten Unternehmen infolge des Brexit-Votum schrumpfen könnte.

Das Brexit-Votum ist eine gute Nachricht für deutsche Startups

Christoph Gerlinger, CEO der German Startups Group, schaut positiv nach vorne: “Der Brexit ist eine gute Nachricht für die deutsche Startup-Szene. Erst 2015 ist Berlin in Anzahl und Gesamtvolumen der Finanzierungstransaktionen von Startups an dem zuvor in Europa dominanten Standort London vorbeigezogen. Nun wird sich diese Entwicklung beschleunigen und den Abstand von Berlin vs. London zügig vergrößern.“

Ob Gerlinger Recht hat, wird sich zeigen. Vorerst müssen noch Verhandlungen durchgeführt werden und das Vereinigte Königreich und die Europäische Union müssen sich über zukünftige Regelungen wie Handelsvereinbarungen und den freien Verkehr von Personen, Waren, und Kapital einigen. Eins ist aber sicher: Während Londons Rolle als wichtigster Startup-Hub Europas auf dem Spiel steht, sieht die Zukunft für Berlin rosiger aus. Mit seinen niedrigeren Lebenskosten, seinem bunten kulturellen Angebot und seiner unkonventionellen Energie hat die deutsche Hauptstadt erstklassige Chancen, sich in das größte Startup-Ökosystem Europas zu verwandeln.

Startups in der Hansestadt Hamburg
Startups in der Hansestadt Hamburg

Und wenn das alles nicht reicht, so finden wir in Deutschland viele Startup Zentren, die an die Stelle von Berlin treten können. Von Hamburg für die eCommerce-nahen Dienstleister über das Startdorf Düsseldorf und Frankfurt mit seiner Nähe zu der Europäischen Zentralbank reichen die Startup Zentren inzwischen bis nach Augsburg in Bayerisch Schwaben und bis ins Allgäu in Bayern.

Wir verfolgen das Ganze weiter gespannt,

Euer Michael Brecht

 

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