Produktivitätstools einer Journalistin

Produktivitäts-Tools im Einsatz bei Journalistin Ines Hein
Produktivitäts-Tools im Einsatz bei Journalistin Ines Hein

Im Nachgang an ein Doodle Interview habe ich in Berlin die Journalistin Ines Hein von markatus  interviewt, einer auf Content spezialisierten Agentur.

Somit drehte ich die Vorzeichen quasi um. Eine ganz spannende Erfahrung, zumal Ines mir einige wertvolle insights in ihr Tagewerk als Journalistin gegeben hat.

Interessant ist der Einsatz von diversen Produktivitätstools, von der digitalen Taskliste bis hin zur Memo-App auf dem Smartphone. Aber lest bitte selbst:

Als Freelance Journalistin, wie kommst Du mit der Hektik diverser Kunden zurecht, die ja gerne mal zur gleichen Zeit ihre Arbeiten fertiggestellt sehen möchten?

‘Gut organisiert, zeitlich flexibel und mit Humor. Wenn ich Recherchen betreibe oder Texte verfasse und abstimme, stehe ich meist unter Zeitdruck und arbeite auf einen Veröffentlichungstermin hin. Und wenn sich Projekte überschneiden, was eigentlich immer der Fall ist, muss ich jonglieren. Das gelingt mir nur mit einer Projektplanung, in der ich alle notwendigen Schritte punktgenau festlegen und bei Bedarf komplett neu strukturieren kann, ohne etwas Wichtiges zu vergessen.

Weil man in meinem Beruf aber immer von äußeren Faktoren und den Planungsprioritäten seiner Partner abhängig ist, braucht man eben auch ein Quäntchen Humor und gute Laune, um dem Deadline-Wahnsinn mit sonniger Professionalität entgegenzutreten. Am Ende des Tages muss ein schöner Text auf dem Papier stehen und der sollte die oft vorherrschende Entstehungshektik mit keiner Silbe verraten.’

Welche digitalen Produktivitätstools nutzt Du als Journalistin?

‘Ich bin ein Listen-Freak. Seit ich schreiben kann, erstelle ich mit großer Hingabe Listen von all den Dingen, die zu erledigen sind, an die ich mich erinnern möchte oder die mir ein- und auffallen. Ich arbeite mit der Taskliste im Google Calender. Für größere Projekte arbeite ich mit Trello. Zum Sammeln und Archivieren von Infos und Tipps nutze ich Evernote. Für die bürointerne Planung und alle Kundenprojekte arbeite ich mit der Agentursoftware Revolver, zur Terminplanung mit Doodle. Für kurze Listen stehe ich auf Wunderlist und für schnelle Offline-Notizen unterwegs mit der Memo-App auf meinem Smartphone. Und für die 1.0-Ablage halte ich Hängeregister für unverzichtbar. Mein Schreibtisch muss halbwegs leer sein, damit ich effizient arbeiten kann – deshalb wandert bei mir alles Haptische in Hängeordner.’

Coburg – Berlin ist vorsichtig gesagt ein ganz schöner Spreizschritt – wie gelingt der?

‘Stimmt, der Hauptsitz unserer Agentur ist in Coburg, ich leite das Berliner Büro. Gerade wenn es um detailreiche Abstimmungen geht, würde ich mir manchmal wünschen, die Kollegen direkt neben mir sitzen zu haben. Und natürlich geht der eine oder andere running gag aus dem entfernten Team an einem vorbei. Aber in der Regel funktioniert das Tagesgeschäft über die Distanz hinweg sehr gut. Unsere geografische Aufstellung ist für uns deshalb so entscheidend, weil wir einerseits bundesweit agieren und immer schnell beim Kunden sein können. Andererseits, weil wir viele regionale Stammkunden betreuen und zugleich die wunderbare „Berliner Luft“ atmen. Mit der Standortkombi Coburg-Berlin profitieren wir also vom Besten aus beiden Welten.’

 Danke Dir Ines für diese ehrlichen Antworten und einen schönen Gruß in die Hauptstadt Berlin.

Michael Brecht

Published by

admin

Ich arbeite als Partner der InnovationFactory in Bayern an der Vernetzung digitaler Player vom Startup bis zum Großunternehmen. Mein besonderes Interesse gehört der eMobilität, denn ich bin von der Entwicklung marktgerechter Elektroautos fasziniert.