Data Space in Berlin

Auf einen Kaffee im SAP Data Space in Berlin

Früher war Kaffee trinken einfach. Man traf sich in der Begegnungsstätte oder am Kiosk, bei Tchibo oder in einer Bäckerei, bestellte einen Filterkaffee und zahlte in bar. Heute ist das alles anders – mein Besuch im Data Space in Mitte.

Ich traf mich auf einen Kaffee in Berlin im neuesten digitalen Outlet der Stadt. SAP hat im ehemaligen PanAsia Restaurant direkt am Hackeschen Markt eine neue Location eröffnet. Ein Data Space mit Data Hall und Data Kitchen klingt nicht nur nach digitaler Innovation. Hier ist vieles anders.

SAP investiert in Innovationen in Berlin Mitte

Seit Anfang des Jahres 2016 ist Berlin Teil des weltweiten SAP-Lab-Netzwerkes mit insgesamt 16 Büros verteilt über 13 Länder. In diesen SAP Labs arbeiten Teams daran, die SAP Kernprodukte weiter zu entwickeln. Neu ist nun das Data Space und ich vermute einmal dass hier neben den Lab Kollegen weitere Startups in den Co-working-space einziehen werden.

Im ersten Stock ist der „Data Hub“ untergebracht mit Platz für B2B Startups. SAP hat ein Accelerator Programm aufgesetzt um IoT Innovationen zu begleiten. Spannend ist für die Gründer natürlich der Zugang zu dem weltweiten SAP Ökosystem.

Data Space mit Room, Hall und Kitchen

Im Erdgeschoss befindet sich ein Veranstaltungssaal für ca. 100 Personen. Die sog. “Data Hall” kann auch von Externen gemietet werden. Direkt daneben liegt die “Data Kitchen“. Hier steht zwar eine charmante Bedienung hinter der Theke. Aber bestellt werden kann ausschließlich über eine eigene Webseite. Zukünftig soll dafür eine hauseigene App zur Verfügung stehen. Über die Web-Applikation wird also bestellt, wer möchte kann das auch mit Vorlauf tun.

Ähnlich dem Verfahren bei UBER oder den Taxi-Apps kann ein Trinkgeld in Höhe von 5% 10% oder 15% ausgesucht werden, so dass die freundliche SAP Mitarbeiterin dann auch ohne Bargeld ein wenig Honorierung für ihre Erklärungen erhält. Ach ja, bezahlt wird ebenfalls ausschließlich online, über Kreditkarte und Paypal. Ich bin gespannt ob Neuerungen wie KWIT und ähnliche Neuerungen zusätzlich verfügbar gemacht werden.

Die Essensausgabe erfolgt nur gegen Online Freigabe

Das Essen kommt dann aus Boxen, die ein wenig an die Mikrowelle zu Hause erinnern. Nach meiner Nachricht auf meinem Mobile mache ich mich auf zu der angegebenen Box – Michael G – und darf nun nochmals die Webseite aufrufen, um das Türchen zu meinem Essen zu öffnen.

Ehrlich gesagt ist mir diese Spielerei ein wenig zu mühsam, denn da mein Provider keinen guten Empfang im Restaurant zulässt, muss ich mich erst in das hauseigene WLAN einloggen, um dann die Tür letztlich zu aktivieren.

Die tatsächliche Küche der Data Kitchen liegt transparent hinter Glas, dort werkeln also die Data Kitchen Scientists. Mein Omelette ist richtig gut, das Ei im Glas meines Kollegen eine echte Augenweide und kam auf ausdrückliche Empfehlung der freundlichen Dame hinter dem Tresen.

Data Room mit Riesen-Screens

Spannend ist der dem interaktive “Data Room“ direkt neben dem Restaurant. Highlight ist hier ein interaktives Mega-Keyboard mit zwei großen Bildschirmen. Nach Eingabe eines Suchbegriffs tauchen darauf Bilder und Texte auf. Wie diese Ergebnisse zustande kommen, weiß man zwar nicht genau, aber das spielt letztlich auch keine so große Rolle.

Mein Fazit: sehr coole location in Berlin Mitte, eine schöne Spielerei mit dem Data Room und ein zukünftig nutzbarer Schulungs- und Networkingraum (Data Hall). Die reine Online Bewirtung in der Kitchen ist etwas gewöhnungsbedürftig und nicht Jedermanns Sache, aber innovativ allemal.

Michael Brecht

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Ich arbeite als Partner der InnovationFactory in Bayern an der Vernetzung digitaler Player vom Startup bis zum Großunternehmen. Mein besonderes Interesse gehört der eMobilität, denn ich bin von der Entwicklung marktgerechter Elektroautos fasziniert.