Car Sharing Dienst Car2Go in Rom

Neue Sharing Dienste als Teil globaler, digitaler Mobilität

Die globale Mobilität liebt Sharing Modelle. Wer kennt sie nicht, die UBER Transportdienste. Sie holen mich so punktgenau an jenem Ort ab, gesteuert über meine App auf meinem Smartphone. Das kostet weniger als im Taxi und ist einfacher – die neue Form der Mobilität dank Sharing Diensten.

Sharing Dienste sind effizienter und bieten Kommunikation

Nicht zu unterschätzen ist neben der Effizienz ein ganz wichtiger weiterer Faktor im Rahmen der Sharing Dienste. Die Fahrer sind zumeist nicht nur hilfsbereiter, sondern auch freundlicher als die Mehrzahl der Lenker des jeweils örtlichen Taxigewerbes. ‚Sharing personal views’ als Teil der Sharing Economy!

Für mich ist ein kleiner Plausch (in einem sauberen Fahrzeug) mit dem Ortskundigen immer noch viel angenehmer, als der Blick auf eine örtliche App, die mir die Sehenswürdigkeiten oder Besonderheiten der Stadt erklären soll. Gerade in diesen Zeiten der Verfremdung und Abschottung genieße ich den Kontakt zu einem Fremden in dessen Land, vom Flughafen oder Bahnhof kommend.

Car-Sharing Dienste als Disruptoren

Aber auch das Reisen allein macht dank der neuen Sharing Dienste mehr Spaß. Wenn in einer europäischen Großstadt unterwegs, so nutze ich gerne die beiden großen Car-sharing Angebote DriveNow und Car2Go. Sie haben in den europäischen Städten mit ihren minutengenauen Abrechnungen für große Unruhe unter den stationären Autovermietern gesorgt.

Warum? Na weil den Disruptoren lediglich die Kosten für eine zeitlich begrenzte Nutzung des Fahrzeuges anfallen – minutengenau. Keine pauschalen Tagessätze, die Kosten für Benzin oder Diesel sind im Preis enthalten und die lästigen Parkplatzgebühren entfallen ebenso. Somit ist dieses Modell die kostengünstigere und umweltfreundlichere Alternative.

Die Sharing Economy ist somit Teil einer neuen, digital induzierten Mobilität. Sie wird zu einem ganz wichtigen Innovationstreiber für Hersteller und Nutzer, für Plattform Betreiber und auch für die Gesetzgeber. Das hat letztlich auch mit dem Erfolg der Sharing Dienste zu tun. Denn, wie immer, wenn disruptive Geschäftsmodelle auf gestandenen Märkten erfolgreich zu werden drohen, so werden die Stimmen nach Korrektiv, Abschottung und gesetzlichem Protektionismus laut.

Geradezu einfach mutet dabei die Beantwortung der Frage an, ob der UBER Fahrer nun privat oder gewerblich tätig ist. Aber was ist denn mit einem Fahrzeughalter, der auf der von Daimler betriebenen Plattform Croove seinen Wagen für begrenzte Zeit anderen Fahrern zur Verfügung stellt. Fürs Wochenende, oder innerhalb der Tageszeit, wenn der eigentliche Eigentümer im Büro sitzt. Zugegeben: die rechtlichen Rahmenbedingungen müssen stimmen, aber da wo Innovationen zugelassen sind, da ist Bewegung im Markt und das ist in Zeiten digitaler Geschäftsmodelle in der Regel gut für den Endkunden.

Sharing Dienste nur für Generation Y?

Vielfach wird behauptet, dass der Erfolg der Sharing Economy im Wesentlichen darauf beruht, dass jene so gut zu den Lebensvorstellungen der Generation Y und der Millenials passt. Die Freiheit, Flexibilität oder Eigenständigkeit dieser Generation korreliere perfekt mit den digitalen Sharing Modellen.

Nun, dass die Generation Y der Vorreiter in Sachen digitaler Nutzung von Mobilitätstools ist, das mag ja sein. Aber ich denke auch, dass diese Aussage nicht weit genug berücksichtigt, dass Smartphones inzwischen alle Altersgruppen erfasst haben. Und die Kaufkraft der älteren Zielgruppen kreiert dank des Nutzens diverser Sharing Dienste heute perfekte Anlässe für eine vergrößerte Reichweite der älteren Kunden. Ganz gleich ob das die miteinander genutzten Autos, das Bike Sharing für die Touristen oder gar die eScooter Sharing Angebote in Berlin oder anderswo sind.

Dies ist ein Beitrag für die Blogparade der Otto Group zum Thema Digitalisierung – was passiert da gerade eigentlich. Für meine neuen Leser: ich arbeite als Co-Founder der Innovation Factory in Süddeutschland und berate mittelständische Unternehmen und Startups zu Themen der Innovation. Ich freue mich auf euer/ihr Feedback.

Michael Brecht

Published by

admin

Ich arbeite als Partner der InnovationFactory in Bayern an der Vernetzung digitaler Player vom Startup bis zum Großunternehmen. Mein besonderes Interesse gehört der eMobilität, denn ich bin von der Entwicklung marktgerechter Elektroautos fasziniert.