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Neuigkeiten aus der Sharing Economy

Einer der ganz großen Trends des Jahres 2016 im Bereich der Mobilität war die Sharing Economy. Zugegeben, die internationalen Sharing Dienste wie UBER oder airbnb waren auch in den Jahren zuvor schon so richtig erfolgreich unterwegs.

Erfolgreich galt allerdings lediglich, wer auch ‘erfolgreich wachsend’ unterwegs sei, denn Geld verdienen zum Beispiel diese beiden Powerhäuser noch lange nicht. Und doch sind in 2016 gerade die großen Sharing Unternehmen vorsichtiger geworden.

Ein kleines Beispiel: UBER verbrannte in 2015 schlappe eine Milliarde Dollar allein in China, um dort mit dem lokalen Sharing Riesen Didi mithalten zu können. Damit war es dann Mitte 2016 vorbei, denn UBER verkaufte sein China Geschäft an Didi und schloss ein Kooperationsabkommen für den Rest der Erde ab. Smart move, wie ich finde, denn spätestens seit Mitte 2016 gilt weltweit das pure Wachsen auf Pump als ‘out’.

Neue Player in der Sharing Economy

Das heißt aber nicht, dass wir in Sachen Mobilität nicht ständig neue Geschäftsmodelle in der Sharing Economy präsentiert bekommen. Hier ein paar weitere Beispiele:

In Deutschland hat sich Ende 2016 mit Croove ein neuer Markteilnehmer im Bereich des Carsharing auf den Markt gewagt. Croove leitet sich nicht ganz von ungefähr von dem naheliegenden Groove ab, geben sie Croove mal in Google ein: die Nachfrage, ob man denn nicht nach Groove schauen wolle, erfolgt prompt. Croove erlaubt das Mieten des Autos von “Leuten aus deiner Nähe” – das gleiche gilt natürlich auch für das Vermieten. Wie das geht, das haben wir auf dem EmobilitätBlog näher beleuchtet.

Und für diejenigen unter uns, denen die Anbieter im Konzert der Sharing Angebote inzwischen der Überblick abhanden gekommen ist, für die gibt es ja moovel. Hier findet man die an seinem Standort verfügbaren Mobilitätsdienste und kann sie auch aus dieser App heraus direkt buchen und bezahlen. Bei den Stuttgartern sind neben Car2Go und MyTaxi von Daimler auch die Deutsche Bahn und andere Mobilitätsservices angeschlossen. Nice.

Wird 2017 das große Jahr des Bike Sharing?

Spannend finde ich eine Entwicklung aus China. Dort werden gerade Millionenbeträge in die Bike Sharing Industrie gepumpt. Marktführer Mobike erhielt Anfang 2017 215 Millionen Dollar. Der Zweite ofo (lustiger Name, sieht aus wie ein Fahrradfahrer) bekam im vergangenen Oktober 130 Millionen Dollar. Neben den ca. 170 weiteren Bike Sharing Anbietern in China sollen diese beiden Fahrradspezialisten also dafür sorgen, dass die Chinesen und die Millionen an Touristen umweltfreundlich und kostengünstig durch die dortigen Großstädte rollen. Richtig spannend und die Frage stellt sich, ob wir diese Entwicklung auch bei den Fahrrad-verrückten Holländern oder auch in Deutschland sehen werden?

Und zum Abschluss noch eine Geschichte aus dem schwäbischen Geislingen, die ich in der Geislinger Zeitung entdeckt habe. Dort lässt sich ein Tesla Model X an der Geislinger Hochschule für Wirtschaft und Umwelt von Studenten ausleihen. Carsharing, Elektroautos, Hybridfahrzeuge oder autonomes Fahren werden so den Studenten näher gebracht. Ich finde das wirklich nachahmenswert.

Michael Brecht

 

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Ich arbeite als Partner der InnovationFactory in Bayern an der Vernetzung digitaler Player vom Startup bis zum Großunternehmen. Mein besonderes Interesse gehört der eMobilität, denn ich bin von der Entwicklung marktgerechter Elektroautos fasziniert.