Im Interview zu Startups in Bayerisch-Schwaben

Startup gründen in Bayerisch-Schwaben

Es gibt nicht viele Startups in Bayerisch-Schwaben. Die westlichste Region in Bayern ist immerhin Heimat von ca. 1,9 Millionen Menschen. Und sie hat einen großartigen Freizeitwert. In einer Stunde ist man von Augsburg aus im Allgäu, der Region, in der die Bewohner anderer Bundesländer Ferien machen.

Um die bayerische Metropole Augsburg sind sie in den letzten Jahrzehnten groß geworden. Die teils global erfolgreichen Mittelständler mit dem Schwerpunkt Industrie, Mobility und Logistik. Ihr Erfolg hat sich letztlich bis nach China herum gesprochen und so sind die Unternehmen wie KUKA oder SGL Carbon begehrte Objekte von dortigen Investoren.

Doch das Thema Startup will hier in Bayerisch-Schwaben nicht so richtig in Schwung kommen. Woran liegt das? Nun zum einen ist der hiesige Menschenschlag deutlich konservativer und Risiko-averser als die Gründer in Berlin, Hamburg oder gar im nahe gelegenen München. Trotz der stattlichen Anzahl von 26,000 Studenten, die alleine in Augsburg an der hiesigen Universität oder Hochschule studieren, macht es bei den Absolventen einfach nicht richtig klick. Bislang.

5x mehr Gründungen in Köln als in Bayerisch-Schwaben

Im Bezirk der IHK Schwaben finden sich gut 140.000 Unternehmen, das sind nur ein paar weniger, als die 150,000 Unternehmen im IHK Bezirk in Köln. Da liegt der Vergleich zwischen den beiden Kammern also nahe. Doch die Zahlen sind ernüchternd: in Köln werden 5x mehr Startups gegründet, als in Schwaben. Hier in Augsburg ergab eine Erfassung der IHK Schwaben gerade einmal 70 Startups im digitalen Bereich, in Köln kommt man in einem vergleichbaren Zeitraum locker auf 350+.

Das muss und wird sich ändern. Denn meine Erfahrungen mit den Studenten sind ganz anderer Natur. Ich treffe regelmäßig auf Innovatoren an Hochschule oder Uni, die sehr wohl überlegen, eine Idee an den Start zu bringen.

Erfolgreiche Gründer geben Beispiel

Zum einen helfen Veranstaltungen wie der von der Hochschule Augsburg veranstaltete Wettbewerb ‘Hörsaal der Löwen’.  Oder es sind die Erfolge der lokalen Gründer von Little Lunch oder Boxcryptor, die auf ein eigenes Gründen Geschmack machen. Und während lokale Gründer in den letzten Monaten noch nach München abwanderten, so werden wir sie in der Zukunft hier in Schwaben behalten. Wie wir das anstellen werden? Das berichten wir hier auf meinem Blog in den kommenden Wochen.

Auf geht’s – wir machen Bayerisch-Schwaben zum Gründerzentrum in Bayern. Ein erstes Interview hierzu findet sich bei B4B Wirtschaftsleben Schwaben. Dort habe ich Rede und Antwort zum Thema ‘Startups gründen in Schwaben‘ gestanden. Happy reading. Die Bilder entstanden bei dem Interview, die Rechte dazu liegen bei Rebecca Weingarten, vielen Dank.

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admin

Ich arbeite als Partner der InnovationFactory in Bayern an der Vernetzung digitaler Player vom Startup bis zum Großunternehmen. Mein besonderes Interesse gehört der eMobilität, denn ich bin von der Entwicklung marktgerechter Elektroautos fasziniert.