Dank Logistik Startup what3words 15 Prozent effizienter auf der letzten Meile

Zwei erfahrene Paketzusteller von DPD, zwei fast identische Mercedes-Benz Sprinter Vans und what3words taten sich für einen speziellen Logistik-Effizienztest in Nagold, Deutschland, zusammen. Dieser Test fokussierte auf die mögliche Effizienzsteigerung bei der vor Ort Belieferung. Diese Fahrten auf der letzten Meile sind für die Transporteure besonders schwierig, zeitaufwendig und daher letztlich teuer.

Die Lösung von what3words im Mercedes-Benz Sprinter

In dem Test sollte herausgefunden werden, ob das in das On-Board-Navigationssystem des Mercedes-Benz Sprinter integrierte, innovative Ortsangaben-System what3words die Effizienz bei der Paketzustellung erhöhen kann. Das Testgebiet erstreckte sich über die gesamte Stadt und umfasste etwa 50 Lieferungen.

Kleiner Spoiler vorneweg: die Lösung brachte eine Effizienzsteigerung von 15 Prozent für den Fahrer durch die Verwendung von what3words im Vergleich zu einem herkömmlichen Navigationssystem mit Straßenadresse.

Was macht die Software von what3words und wo kann es eingesetzt werden?

what3words ist ein Logistik Startup aus England und hat einen innovativen und sehr einfachen Weg gefunden, um präzise Standorte überall auf der Welt zu identifizieren. Dafür hat what3words die Welt in 3m-Quadrate unterteilt und für jedes Quadrat eine einfache und einzigartige Adresse vergeben, die aus drei Wörtern aus dem Wörterbuch besteht. Dazu gehören auch Orte, an denen keine regulären Straßenadressen existieren, wie z. B. große Industriegebiete. 2017 war Mercedes-Benz der erste Automobilhersteller der Welt, der die Möglichkeit der Suche und Navigation zu what3words-Adressen in sein bordeigenes MBUX-System integrierte. 

DPD Deutschland sucht selbst nach Lösungen für die Lieferungen der letzten Meile

Die DPDgroup ist eine Unternehmensgruppe internationaler Kurier-Express-Paket-Dienstleister. Sie sind vereint unter dem Dach der zur französischen La Poste gehörenden GeoPost. Deren Hauptsitz ist in Frankreich in Issy-les-Moulineaux – im Westen der Hauptstadt Paris.

„Wir suchen ständig nach neuen Wegen und Mitteln, um unsere Fahrer bei ihren Aufgaben zu unterstützen und die Effizienz unserer Prozesse zu steigern“, sagt Thomas Steverding, Senior Group Manager, OPS Process and Development bei DPD Deutschland. „Als wir von what3words erfuhren, wollten wir herausfinden, ob wir von einer genaueren Lokalisierung der Lieferziele mit der 3-Wort-Adresse profitieren könnten.“

Test von Mercedes-Benz Vans, DPD und what3words für die Paketzustellung auf der letzten Meile

Mercedes-Benz Vans, DPD und das britische Start-up-Unternehmen what3words führten den Test durch, um herauszufinden, welche Effizienzsteigerung durch die Verwendung der integrierten Navigation zu den what3words-Adressen, wie sie in den Fahrzeugen des Mercedes-Benz Sprinter zu finden sind, erreicht werden kann. Der Test beinhaltete auch die Möglichkeit, what3words-Standorte per Push-Benachrichtigung aus der Ferne an das Fahrzeug zu senden, eine Funktion, die sich derzeit in der Entwicklung befindet.

what3words unterstützt den Fahrer beim Finden der korrekten Abladestelle

Chris Sheldrick, Mitbegründer und CEO von what3words, erklärte, dass „Straßenadressen für große Standorte wie Fabriken oder Ausstellungshallen selten auf den Liefereingang zeigen, so dass die Fahrer Zeit mit der Suche nach den richtigen Abladestellen verschwenden. Dies ist frustrierend für die Fahrer und führt zu Zeit- und Treibstoff-Ineffizienz für das Unternehmen sowie zu einer schlechten Erfahrung für Kunden, die Lieferungen möglicherweise verpassen oder mit Verspätung erhalten. Das präzise Adressierungssystem von what3words hilft Logistikfahrern, die mit ihrem Zustellgebiet nicht vertraut sind, die Zeit zu reduzieren, die sie mit der Suche nach den genauen Zustellpunkten verbringen.“

Test von Mercedes-Benz Vans, DPD und what3words zeigt 15 Prozent Effizienzsteigerung durch innovative Adressierungslösung für die Paketzustellung

Der Test für die DPD Fahrer im Mercedes-Benz Sprinter

Der Test wurde mit zwei identischen Mercedes-Benz Sprinter durchgeführt, die beide mit MBUX ausgerüstet waren. Bei einem wurde die Navigation testweise mit vordefinierten what3words-Adressen für Parkplätze und Liefereingänge programmiert. Beide Lieferwagen waren mit 50 Paketen beladen und wurden von professionellen Paketzustellern von DPD gefahren, die mit der Gegend nicht vertraut waren. Beide Fahrer benutzten den gleichen Zustellauftrag auf der Grundlage einer realen, historischen Route von DPD. Die Route umfasste Innenstadt- und Industriegebiete, und die Abgabepunkte auf der Route waren eine Kombination aus 55 % B2B-Kunden und 45 % B2C-Kunden. Die Routen wurden unter Alltagsbedingungen im Liefergebiet Nagold gefahren und zur üblichen Zeit gestartet.

Der Test mit what3words ergab einen Effizienzgewinn von rund 15 Prozent. Der Fahrer mit what3words konnte seine Route mehr als 30 Minuten vor seinem Kollegen beenden, der ein Navigationssystem mit herkömmlichen Adressen benutzte. Der Test zeigte vor allem, dass 80 % des Effizienzgewinns aus der Bereitstellung der what3words-Adresse für den optimalen Parkplatz resultierte. Dadurch wurde die Fahrzeit und die Zeit für die Parkplatzsuche reduziert. Die verbleibenden 20 % der Effizienzsteigerung kamen dadurch zustande, dass eine what3words-Adresse für den genauen Übergabepunkt vorlag, wodurch die Gehzeit der Fahrer reduziert wurde.

Mein Fazit

Neben Stressreduzierung und kürzeren Wegezeiten beim Lieferort für den Fahrer, profitiert vor allem der KEP Dienstleister beim Einsatz von what3words. Es ergibt sich ein klarer Wettbewerbsvorteil mit einem Effizienzgewinn von 15%. So geht innovative Startup Entwicklung und deren Einsatz in den Mobilitäts- und Logistikunternehmen von morgen.