Jury Mitglied beim Pitch-Contest der TU Clausthal

Vor wenigen Tagen war ich als Jury-Mitglied beim Pitch-Finale der TU Clausthal geladen. Dr. Dennis Steininger, den ich von der Uni Augsburg und deren Gründerseminaren her kenne, organisiert dort einen ‘Digital Entrepreneurship’ Kurs im Rahmen der Professur der BWL. Der Pitch-Contest bildete den Abschluss des Semesters. Gemeinsam mit mir in der Jury waren Martin Plöckl, der Initiator des Augsburger Hörsaal der Löwen und Marcel Heine von der TU Clausthal.

Technische Universität im niedersächsischen Clausthal-Zellerfeld

Die Hochschule im niedersächsischen Clausthal-Zellerfeld gilt mit ihren knapp 4.000 Studenten als eine der kleineren, dafür jedoch internationalsten Universitäten Deutschlands. Der Anteil ausländischer Studierender beträgt hier ca. 30 %.  Hier wird in Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Informatik und Wirtschaftswissenschaften gelehrt und geforscht. 

Die drei Finalisten des Digital Entrepreneurship Kurses an der TU Clausthal

Auch hier in Clausthal hat das Gründerseminar einen wichtigen Stellenwert. Denn für die Studierenden ist es wichtig, sich im Rahmen von Gründungsprojekten auszuprobieren und zu experimentieren. Die Zusammenarbeit in den Gruppen, das Erleben von Zeitdruck und Rückschlägen, sowie die finale Projektvorstellung vor einer Jury, sind realistische Gründungserfahrungen für das künftige Erwerbsleben der Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer.

„Ganz im Sinne des Kurstitels haben wir mit verschiedenste Arten der digitalen Kollaboration experimentiert. Beispielsweise schlüpften die Studierenden in Avatare für die Team-Arbeit in der virtuellen Realität. Viele der Studierenden haben sich persönlich nie getroffen und nun, trotz der komplett digitalen Zusammenarbeit, tolle und gemeinschaftliche Gründungsprojekte entwickelt. Darauf können sie und wir als TU Clausthal stolz sein.”

Dr. Dennis Steininger, Verwalter der Professur für BWL und Management der digitalen Transformation, TU Clausthal
Bildrechte: Dr. Dennis Steininger TU Clausthal

Die Präsentationen der Projektgruppen und der Gewinner

Alle drei Pitches waren qualitativ anspruchsvoll. Wir hörten:

  • ATP Available to Promise – ein Parklatz-Leitsystem für LkW Fahrer
  • Viehlfalt – der Hofverkauf von Bauern für Zuhause
  • Der Digitale Kleiderschrank

Der Sieg im Pitch-Wettbewerb ging an das Team mit einem sogenannten Digitalen Kleiderschrank, welches in der Tat zusammenbleiben und gründen möchte. Es verspricht aufgrund einer Integration einer digitalen Lösung für den Abgleich des Kleiderschrankes Einsparungen von mehr als 2 Milliarden Euro jährlich für die eCommerce Anbieter aus dem Modesegment.

Mein Glückwunsch gilt allen Teilnehmern, denn der Kurs hat gezeigt, wie gut die Studierenden sich auf diese Startup Herausforderungen eingelassen haben. Das war in Zeiten von Lockdown und COVID-19 sicherlich nicht immer einfach. Dazu nochmals Dr. Dennis Steininger:

„Durch die Integration mit hochkarätigen Juroren und dem Gründungsservice der TU Clausthal, versuchen wir Teams so einzubetten, dass sie ihre Gründungsprojekte über den Kurs hinaus entwickeln und umsetzen können.“

Dr. Dennis Steininger

Mein Resumé zur Abschlussveranstaltung in Clausthal

Ich freue mich auf weitere Jury Teilnahmen, so wie auch zuletzt beim Hörsaal der Löwen in Augsburg. Hier kamen die Top Gründerteams im Januar Pitch-Contest aus den Bereichen Logistik und Mobility. Es geht voran in Sachen Gründertum in Deutschland, und das nicht nur in den großen Zentren wie Berlin, Hamburg oder München. Die Hochschulen in Augsburg und Clausthal zeigen, dass wir in der engen Verzahnung von Wissenschaft und Praxis auch (und vielleicht gerade) in kleinen Städten großartige Ideen für digitale Geschäftsmodelle fördern können. Und das ist sehr gut so!