Urbane Mobilität erfordert Mut und radikale Schritte

Das war meine Botschaft in einem viel-zitierten Interview mit der Augsburger Allgemeine und dem Rocketeer im Rahmen deren Innovation-Week. Dabei habe ich ganz konkrete Ratschläge für die Entwicklung der urbanen Mobilität in Augsburg gegeben. Hier eine Frage als Beispiel:

Wie kann individuelle Mobilität ohne Auto in Städten aussehen?

“Indem man einen Mix aus alternativen Fortbewegungsmitteln in einem ganzheitlichen System verbindet: ÖPNV samt P+R mit Carsharing und Mikromobilität wie E-Bikes, E-Scooter, E-Roller oder Light Electric Vehicles (eine Fahrzeugklasse unterhalb der PKWs) – wie der Schweizer Anbieter Microlino oder das Augsburger Start-up Hopper Mobility. Und tatsächlich auch, indem man radikale Schritte macht. Warum zum Beispiel ist es in Augsburg nach wie vor erlaubt, dass sich am Wochenende der Parkplatzsuchverkehr durch die verwinkelte, gemütliche Altstadt quält? Oder die Maximilianstraße – abgesehen von dem aktuellen Pilotprojekt – noch nicht ganz verkehrsberuhigt ist? Wo können wir besser deren historisches Flair mit urbanem Wohlgefühl zur Geltung kommen lassen?”

“Wichtig für eine solche „Mobilitäts-Zentrale“ ist, dass sich die Interessen von Bürgern, Wirtschaft und Kommune gleichermaßen wiederfinden.”

Michael Brecht in der Themenwoche Zukunft & Innovation, Rocketeer

Ich bin fest davon überzeugt, dass wir einfache, sichere und finanzielle attraktive Alternativen in unseren Städten anbieten können. Wichtig ist, dass die Infrastruktur stimmt. Etwa für Radwege, die nicht nur aufgemalt, sondern von der Fahrbahn baulich getrennt sind – so wie in Paris. Das habe ich in einem längeren Post auf meiner neuen europäischen Mobility Platform MOTION Magazine am Beispiel von Paris verdeutlicht.

Ich danke den Machern der Themenwoche Zukunft & Innovation für die Möglichkeit meine Vorstellungen für ein mobileres Augsburg und eine generell verbesserte urbane Mobilität darzulegen. Wer das gesamte Interview lesen möchte, der kann das hier tun.